Homecoming

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Letztes Wochende war Homecoming in meiner Schule. Am Donnerstag morgen wurde erstmal der Homecoming Court gewaehlt. Da muessen alle Seniors anonym fuer 8 Maedchen und 8 Jungs stimmen. Die mit den meisten Stimmen kommen somit in den Homecoming Court. Ich hatte das Glueck, dass meine Schule Austauschschueler in den Court laesst.

Am Freitag morgen dann fand waehrend der Schulzeit eine Pep Rally statt, um die Vorfreude in den Schuelern zu wecken. Die Marschkapelle hat gespielt, die Cheerleader haben was vorgefuehrt, ein kleines Basketballspeil zwischen den Jahrgaengen fand statt und noch mehr. Zum Schluss wurden wir vom Homecoming Court einzelnt vorgestellt und mussten paarweise vor der gesamten Schule durch die Sporthalle laufen. Am Anfang war ich ziemlich aufgeregt, da mich spaetestens ab dem Moment die ganze Schule kennt.

Abends fand das Homecoming Footballspiel statt. Auch dort wurden wir kurz vor dem Spiel vor allen Leuten vorgestellt. Danach wurde die Homecoming Queen und der Homecoming King gekroent (man hat nur die Chance das zu werden, wenn man in dem Homecoming Court ist). Das war eine tolle Erfahrung und ich bin unglaublich froh in dem Homecoming Court gewesen zu sein.

Samstag Abend fand der Homecoming Ball statt. Dafuer haben sich alle ziemlich herausgeputzt. Zum Teil hat man Einzelne kaum wieder erkannt. Etwas komisch war fuer mich, dass es schon um 10 Uhr vorbei war. Trotzdem hat es super viel Spass gemacht und ich hatte die Moeglichkeit viele Freunde besser kennen zu lernen.

-Friederike

 

 

 

 

Eingelebt

Endlich habe ich mal die Gelegenheit meinem Blog weiterzuführen. Immerhin bin ich nun schon seit fast zwei Monaten in den Staaten.

Ich weiss garnicht, wo ich anfangen soll. In der Schule komme ich super zurecht. Am Anfang war es ein bisschen gewoehungsbeduerftig fuer mich, nur eine Lunchpause zu haben ( welche in meinem Fall um 10:18 Uhr ist) und sonst immer nur vier Minuten um den Klassenraum zu wechseln. Klassen, wie wir sie in Deutschland kennen, exestieren hier auch nicht. Stattdessen haben die Schueler hier von Anfang an ein Kurssystem, man hat also alle Faecher mit unterschiedlichen Leuten. Mein Stundenplan hier variiert auch nicht wie in Deutschland. Ich habe hier taeglich die gleichen Faecher. Der groesste Unterschied fuer mich in der Schule ist aber der Unterricht selbst. In den meisten Faechern besteht dieser einfach nur darin, dass die Lehrer ihre PowerPoint Presentation halten und wir mitschreiben, meistens bekommen wir sogar Blaetter auf denen wir nur einzelne Luecken ausfuellen muessen. Es gibt auch keine muendlichen Noten, wir muessen aber fast alle Hausaufgaben und Arbeitsblaetter abgeben, die dann bepunktet werden. Ein Punkt von einer Hausaufgabe ist hier genauso viel wert, wie ein Punkt in einer Arbeit. Arbeiten und Tests schreibe ich hier auch viel oefter, als ich sie in Deutschland geschrieben habe. Manchmal habe ich vier Stueck an einem Tag. Trotzdem muss ich sagen, dass ich hier ziemlich gut in der Schule bin. Ich habe auch keinerlei Probleme damit, meine Lehrer und Mitschueler zu verstehen. Uebrigens bin ich an meiner Schule ein Senior, also werde ich in diesem Jahr meinen Abschluss hier Machen, auch wenn ich von meinem Alter eigentlich ein Jahr juenger bin.

Die anderen Schueler haben mir meinen Einstieg hier wirklich leicht gemacht. Jeder war von Anfang an total freundlich und interessiert. Ich habe schon viele Freunde gefunden, mit denen ich mich auch in meiner Freizeit treffe. Auch die Lehrer stellen mir haufenweise fragen. Die Anderen sagen, dass sie in manchen Faechern mehr ueber Deutschland lernen, als ueber das eigentliche Fach. Egal wo ich bin, ich bekomme immer Komplimente fuer meine Sprache, besonders fuer meinen Akzent, da ich mich nach deren Meinung wie ein Professeur anhoere :D.

Schon ein paar Tage vor Schulbeginn hat mein Tennistraining angefangen. Ich hatte taeglich nach der Schule von 3 bis 4:55 PM Training, ausser wenn wir ein Match gegen eine andere Schule hatten, was so ungefaehr 2 bis 3mal die Woche war. Auch wenn ich am Anfang nicht besonders gut in Tennis war, hat esgleich riesig Spass gemacht. Mit der zeit wurde ich auch immer besser und habe viele meiner Spiele gewonnen. Am Donnerstag war Seniornight von meinem Tennisteam. Dort werden die Seniors aus dem Team gefeiert, mein Choach hat fuer uns Kuchen in Tennisball Form gemacht und mein Schliessfach beklebt, was mich an dem Morgen ziemlich verwirrt hat. Ich wusste nicht wieso da ploetzlich mein Name drauf steht und ich habe auch kein anderes Schliessfach gesehen, was aehnlich aussah (kein Wunder, da wir nur 3 Seniors in meinem Team sind).Leider ist die Tennissaison schon am Montag, nach unserem letzten Match, vorbei. Und die Wintersaison, in der ich cheerleadern werde, faengt erst in fast zwei Monaten an.

Ich weiss nicht, was ich ueber meine Gastfamilie noch sagen soll, ausser dass sie einfach unglaublich ist und ich mich hier so unglaublich wohl fuehle. Ich bin so dankbar fuer meine wunderschoene Zeit hier und hoffe, dass auch die weiteren Monate so schoen bleiben. Bis vor ungefaehr einer Woche war es hier uebrigens noch verdammt warm, doch langsam faengt auch hier der Herbst an. Da ich jetzt ja wahrscheinlich ein bisschen mehr Zeit haben werde, werde ich versuchen oefter mal was in meinem Blog zu posten, um euch auf dem laufenden zu halten. Ansonsten bin ich aber auf meinem Instagram (friederike.wltmn) Account ziemlich aktiv. Bis bald.

-Friederike

Die ersten Tage

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Die letzten Wochen in Deutschland sind unglaublich schnell verflogen. Ich konnte mir aber die ganze Zeit noch nicht vorstellen, dass es nun bald soweit ist. Es war immer noch so weit weg und jetzt ist es plötzlich schon da. Erstaunlich fand ich jedoch, dass für mich nicht einmal einer dieser Momente kam, in denen ich kurz davor war, alles hinzuschmeißen, so, wie ich es schon von so vielen Anderen gehört habe. Natürlich gab es Momente, in denen ich etwas traurig war, alles hier zu verlassen. Aber halt nicht so richtig traurig, denn auf der anderen Seite war immernoch diese viel größere Vorfreude. Denn ich weiß, dass es die richtige Entscheidung war, dieses Auslandsjahr zu machen.

Am 5.8. war es dann soweit, mit meinen Eltern und Schwestern bin ich zum Flughafen gefahren, um mich dann dort von ihnen zu verabschieden. Es war nicht ganz leicht, aber sobald ich mit den Anderen zukünftigen Austauschschülern, die auch in Hamburg losgeflogen sind und ich schon kannte, hinter der Sicherheitskontrolle war, war dort nurnoch die Aufregung und Vorfreude. Als nächstes ging erstmal nach München, um von dort aus mit allen anderen Ayusa Austauschschülern, mit dem gleichen Abflugdatum nach New York zu fliegen. Übrigens war dieser Flug der erste in meinem bisherigem Leben und ich habe echt Spaß daran gefunden.

Um ungefähr 9.00 PM in der New Yorker Zeit (bei uns 3.00 Uhr morgens), sind wir dann endlich in unserem Hotel angekommen. Einer der ersten Dinge, die mir dort auffielen war, dass das Wasser nach Chlor schmeckt, und das extrem stark. Als würde man das Wasser aus Schwimmbecken trinken.

Am nächsten Tag ging es früh los, was auch gut war, da wir durch die Zeitumstellung fast alle nicht länger als 3 oder 4 AM schlafen konnten. Wir waren auf der 5th Avenue shoppen, im Central Park picknicken und spazieren, wir waren in Chinatown, Little Italy,sind über die Brooklyn Bridge gelaufen, im Hardrock Café Burger essen und Abends auf dem Top of the Rock. Am nächsten Tag haben wir eine Schifffahrt zur Freiheitsstatue gemacht, waren auf Coney Island und auf dem Times Square. Die Tage in New York waren wunderschön, aber leider viel zu kurz.

Schon früh am Samstag Morgen ging es für uns alle zu unseren Gastfamilien. Ich wurde super herzlich von meiner Gastfamilie am Flughafen empfangen und habe mich auf anhieb super wohl bei ihnen gefühlt. Ich habe bereits meine Kurse gewählt und werde ein Senior an meiner Schule sein, also meinen High School Abschluss machen. Die Schule fängt am 20.08. an und anders als normalerweise freue ich mich schon riesig darauf.

-Friederike

Botschaft Berlin

In der letzten Zeit ist auch wieder so einiges passiert. Neben den zahlreichen Impfungen für die Reise, fand ende Mai das Vorbereitungswochenende in Hamburg statt. Schon Wochen vorher habe ich mich darauf gefreut. Endlich wieder die, von dem Stipendienauswahltag bekannten Gesichter, sehen und vielleicht endlich begreifen, was ich nun bald bevorsteht. Dieses Wochenende war auch wieder total schön, wir haben viele nützliche Informationen erhalten, viel gelacht und viele neue Bekanntschaften gemacht.

Am 17.06. hatte ich meinen Termin in der amerikanischen Botschaft in Berlin. Für Andere ist das zwar nur „mal eben nach Berlin fahren und gleich danach wieder zurück“, doch da ich in Norddeutschland, in einem Dorf in der Nähe von Cuxhaaven wohne, ist sone fahrt nach Berlin schon was ganz besonderes für mich. Also sind meine Mutter und ich bereits am Vortag mit dem Zug hingefahren und haben somit einen kurzen „Urlaub“ in Deutschlands Hauptstadt verbringen können. Wie ich festgestellt habe, waren in der Botschaft noch viele andere Austauschschüler, vorallem von Ayusa, mit denen man sich natürlich gleich über das Abflugdatum und die (falls schon vorhandene) Gastfamilie austauschte. Auch dort habe ich wieder einige Mädchen kennengelernt, die zusammen mit mir am 5. August abfliegen werden und auch die ersten Tage in New York verbringen werden. Ansonsten bestand der Aufenthalt in der Botschaft nur aus einmal Fingerabdrücke nehmen und den Fragen, wann man abfliegen und wo man hinkommen wird (ist aber auch kein Problem, wenn man das noch nicht weiß, da sie ja eine Bestätigung der Organisation haben). Nach ungefähr einer Stunde war ich mit allem fetig.. Übrigens darf man in die Botschaft keine Taschen und elektrische Geräte mitnehmen, deswegen ist es vom Vorteil, entweder eine zweite Person mitzunehmen, die dann mit diesen Sachen Draußen wartet oder sich vorher um ein Schließfach in der Nähe (es gibt aufjedenfall welche, auf die ich von Ayusa auch bereits vorher aufmerksam gemacht wurde) zu kümmern.

Die nächste Unternehmung die nun für meine Eltern und mich für das Auslandsjahr bevorsteht, ist nun also, mich am 05.08. zum Flughaven in Hamburg zu bringen.

Friederike

Gastfamilie

Ab März 2015 erfuhr ich immer öfter von anderen zukünftigen Ayusa-Austauschschülern, dass sie bereits eine Gastfamilie bekommen haben. Klar habe ich mich riesig für sie gefreut, doch hoffte ich natürlich auch bald selbst eine zu bekommen. Obwohl ich wusste, dass Frühling doch noch sehr früh ist, um eine Gastfamilie zu erhalten.

Ende April kam auch für mich dann schon der Brief: Es geht für mich nach Pennsylvania, etwa eine Autostunde von Harrisburg entfernt. Ich habe eine 16 jährige und eine 21 jährige Schwester. Gleich nachdem ich mir den Brief durchgelesen habe, hatte ich bereits das Gefühl, dass ich mich dort sehr wohl fühlen werde. Ein paar Tage später haben wir zusammen geskyped, ws mein gutes Gefühl nochmal bestätigte. Seitdem haben wir regelmäßig Kontakt, was meine Vorfreude immer weiter verstärkt.

Vielen Fragen mich, ob ich keine Angst davor habe, ein Jahr ganz allein weg zu sein. Ehrlich gesagt habe ich bis jetzt keinerlei Angst. Mir ist klar, dass es dort oft sehr schwer sein wird und ich manchmal auch tierisch Heimweh haben werde. Doch bei mir ist die Vorfreude einfach viel größer. Die Freude auf all die vielen Erfahrungen, Erlebnisse und Freunde.

Friederike

Bewerbung

Nach Absprache mit meinen Eltern bewarb ich mich zunächst noch unverbindlich für ein Teilstipendium von Ayusa. Von Anfang an machte ich mir keine großen Hoffnungen, überhaupt von Ayusa angenommen zu werden (obwohl ich bisher von Niemandem gehört habe, er sei bei einer Organisation nicht angenommen wurden), geschweige denn ein Teilstipendium zu bekommen.

Für November bekam ich von Ayusa eine Einladung zu einem Stipendienauswahltag in Hamburg. Neben vielen Gruppenarbeiten und einem Test, hielten wir jeweils einzelnd ein Interview auf Englisch mit einem der Mitarbeiter, wovor man überhaupt keine Angst haben muss, denn da unsere Ayusa-Mitarbeiterinnen alle super freundlich und verständnisvoll waren, hat es sogar sehr viel Spaß gemacht. Nach diesem Tag war ich einfach nur überglücklich, weil ich schon so viele total nette Leute kennengelernt habe, die gerade genau das gleiche durchmachen wie ich selbst. Allein schon deswegen hat sich der Tag für mich gelohnt.

Nun hieß es jedoch bis Mitte Dezember warten, bis wir erfahren, ob wir ein Teilstipendium bekommen. Diese Zeit verging wirklich garnicht. Doch ich war froh, nun schon Kontakt mit den Anderen zu haben, die genauso Aufgeregt waren wie ich.

Endlich kam dann der Brief, in dem stand, dass ich wirklich ein Teilstipendium erhalten soll. Ich war überwältigt und konnte mein Glück wirklich nicht fassen. Nach dieser Nachricht war es nun auch keine Frage mehr, ob ich mich verbindlich Bewerben soll. Dies klappte auch super, da mir eine Mitarbeiterin zugeteilt wurde, welche sich um mich kümmert. Sie beantwortet mir alle Fragen sehr freundlich und wir haben regelmäßig E-Mail Kontakt. Es ist zudem sehr beruhigend, es immer mit der gleichen Person tun zu haben.

An dieser Stelle schonmal ein riesiges Dankeschön an Ayusa für das Teilstipendium, welches mir dieses Jahr ermöglicht hat.

Friederike

Organisation

Hey Leute,

ich bin Friederike, 16 Jahre alt und fliege Anfang August 2015 in die USA, um dort ein Jahr als Austauschschülerin zu leben.

Angefangen hat alles vor ungefähr einem Jahr:

Von vielen Freunden und Bekannten habe ich erfahren, dass sie ein Jahr im Ausland verbringen möchten oder wusste, dass sie bereits eins gemacht haben. Natürlich interessierte ich mich dafür und begann mich damit im Internet zu beschäftigen. Das alles war ein Traum für mich, den ich nicht auszusprechen wagte, da es mir einfach unmöglich schien, selbst eins machen zu können.

Im August bekam meine gesamte Klasse von der Schule einen Flyer über Schüleraustauschprogramme. Irgendwie wusste ich in diesem Moment, dass es ein Zeichen ist und ich es wirklich versuchen soll. Am gleichen Abend packte ich dann all meinen Mut zusammen, ging mit dem Flyer zu meinem Eltern und fagte sie, was sie davon halten. Ich habe mir keine großen Hoffnungen gemacht, da ich schon fest mit einer Enttäuschung gerechnet habe. Zu meinem Erstaunen waren meine Eltern davon garnicht so abgeneigt wie vermutet. Stattdessen sagten sie gleich, dass sowas eigentlich eine gute Sache sei. Verständlicherweise waren sie noch nicht komplett überzeugt davon, mich ein Jahr allein wegzuschicken. Zumal solch ein Jahr auch mit gewissen Kosten verbunden ist (beachtet werden müssen aber auch all die Kosten, die die Eltern in diesem Jahr nicht haben). Froh über ihre Reaktion fing ich an mir Broschüren von etlichen Organisationen zu bestellen. Ich muss sagen, dass es echt schwer war, die richtige Organisation zu finden. Ausschlaggebend waren natürlich der Preis, doch wollte ich mich auch auf mein Gefühl verlassen. Denn im Hinterkopf dachte ich immer daran, dass diese Entscheidung über mein gesamtes Auslandsjahr entscheiden wird. Auf sein Gefühl zu hören ist aber leichter gesagt, als getan. Irgendetwas stimmte bei fast jeder Organisation nicht, entweder zu teuer oder mir kamen komische Gedanken. Doch dann wurde ich auf Ayusa-Intrax aufmerksam, wo plötzlich alles perfekt schien und das wichtigste: Ich hatte ein super Gefühl!

Friederike